Die Geschichte des Gymnasiums in Balatonfüred begann 1955. Damals wurde es in einem kleinen Gebäude, das heute als Internat funktioniert, eröffnet.

Der erste Jahrgang bestand aus vier Klassen, in denen sieben Lehrer unterrichteten.

Gegen Ende der Fünfziger Jahre stiegen die Schülerzahlen so stark an, dass das alte Gebäude zu klein wurde. Das neue, moderne Gebäude wurde am 18. Januar 1964 vom damaligen Vertreter des Kultusministers feierlich übergeben. Die Schuleinweihung erfolgte durch eine Festrede vom Schriftsteller László Németh

Das Gymnasium in Balatonfüred trägt seit dem zweiten Jahr seines Bestehens den Namen von Lajos Lóczy. Unser Namensgeber war bekannter Naturforscher der Jahrhundertwende. Er organisierte die vielfältige wissenschaftliche Forschung des Balatons und seiner Umgebung. Um den Geburtstag von Lóczy werden die Lóczy- Tage veranstaltet.

Mit seinen Bildungsformen versucht das Gymnasium den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Im Schuljahr 1958/59 starteten schon zwei Klassen: eine Human- und eine Realklasse.

Ab den 70-er Jahren entwickelte sich der Plattensee zu einem touristischen Zentrum, es kamen immer mehr ausländische Gäste in die Stadt, so wurden die Fremdsprachen immer wichtiger. Das Gymnasium der Stadt bekam 1972 Erlaubnis zum Unterricht der englischen und der deutschen Sprache mit erhöhter Stundenzahl. Daneben wurde noch Russisch unterrichtet. Ab 1978 konnten die englische und die russische Sprache, ab 1979 auch die deutsche Sprache mit erhöhter Stundenzahl unterrichtet werden. In unserem Komitat war die Schule in der Hinsicht einmalig, dass der erweiterte Fremdsprachenunterricht in drei Sprachen erfolgen konnte. Diese Ausbildungsform ist für unsere Schule auch jetzt charakteristsisch. Sie ist außerordentlich erfolgreich, das beweist die grosse Zahl der Kandidaten und die der abgelegten Sprachprüfungen.

1976 wurde das Unterrichtsprofil der Schule um den komplexen naturwissenschaftlichen Experimentalunterricht erweitert.

Ab dem Schuljahr 1991/92 können unsere Schüler auch in Spezialklassen für Informatik lernen.

1998/99 wurde der Unterricht um die zweisprachigen Spezialklassen erweitert, in denen die Schüler teils deutsche, teils englische Sprache mit touristischem Fachunterricht lernen können.

Wenn man die Jahresberichte der letzten Jahre durchblättert, fällt einem auf, wie viele Aktionen sportlicher und kultureller Art durchgeführt wurden. Eine traditionelle Veranstaltung ist die Galavorstellung der künstlerisch begabten Schüler vor dem Publikum der Stadt. Unserer Absicht nach, können die Schüler im Rahmen dieser Veranstaltung zeigen, dass sie nicht nicht nur in wissenschaftlichen sondern auch in künstlerischen Bereichen tätig sind.

Unser Schulchor hat auch eine lange Tradition hinter sich. Er bestand zunächst nur aus Mädchen, aber mit dem Eintritt einiger Jungen wurde er dann zu einem gemischten Chor. Sie nehmen aktiv am kulturellen Leben der Stadt teil.

Die Konzerte der Philharmoniker, die die Schüler seit langen Jahren besuchen, helfen den Jugendlichen die Musikkultur besser kennenzulernen.

Die Theaterbesuche im Veszprémer Petőfi Theater tragen zur ästhetischen, literarischen Erziehung der Schüler beträchtlich bei. Die Schauspieler des Theaters formen mit ihren Auftritten den Geschmack der Schüler.

1956 wählte der Sportkreis der Schule die Worte von Hemingway als Leitfaden: „Der Sport bringt uns bei, ehrlich zu gewinnen und mit erhobenem Kopf zu verlieren. Der Sport bringt uns also alles bei”. Der Sport nahm im Leben unserer Schule immer einen bedeutenden Platz ein, obwohl die Verhältnisse keine günstigen Rahmen für die Schüler zum Sport boten.

Ab 1999 wurde unsere Schule zum Prüfungszentrum für ECDL. Das ermöglicht unseren Schüler das Erwerben der aus 7 Modulen bestehenden ECDL Prüfung, neben dem Abitur.

Unser Schultheater existiert ab 1996. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, nimmt das Ensemble auch an der feierlichen Bandweihe der Schule regelmäßig teil.

Wir schließen uns den Europa-Kreisen 1999 an. Unsere Schüler betätigen sich aktiv an Projekten der EU.

Unsere Festlichkeiten vielfältiger Art sind ein wichtiger Teil des Schullebens.

Jedes Jahr im Herbst bestimmen die Schüler das Leben der Schule, sie organisieren die Erstklässlerweihe und das Programm der Lóczy-Tage. Die Sitzungen des Schülerbeirates finden auch zu dieser Zeit statt, hier werden alle größeren Aktionen und Veranstaltungen der Schule von Schülerseite organisiert bzw. nachbesprochen.

Jedes Jahr im Dezember organisiert der dritte Jahrgang die festliche Bandweihe und den nachfolgenden Schulball. Die Abschiedsfeier wird auch von ihnen veranstaltet, wo sie von ihren Mitschülern, die vor dem Abitur stehen, Abschied nehmen können.

Am letzten Samstag im Mai treffen sich die Altschüler immer um 11 Uhr vormittags, zu einem freundlichen Gespräch oder festlichen Erinnerung.

Die Schule hat eine langjährige Tradition: die bekanntesten Vertreter des kulturellen Lebens besuchten uns. So hielten schon eine Literaturstunde die Schriftsteller László Németh, Dezső Keresztúry, einen Lesekreis Tibor Déry, unterhielt sich mit den Schülern der Physiker Ede Teller, und der Schöpfer der Lóczy-Statue,Zsigmond Kisfaludy- Stróbl. Die Mitglieder des literarischen AG-s besuchten mehrmals die Schriftsteller László Németh und Tibor Déry .

Unsere Stadt hat auch zahlreiche traditionelle Programme wie das Kodály-Konzert, Dichterwettbewerb Quasimodo, Neujahrskonzerte, Nationalfeiertage am 15. März, Festzüge zur Weinlese. Die Schüler nehmen an diesen Ereignissen teil.

Unsere Schule strebt in der Zukunft danach, die Schüler auf das erfolgreiche Abitur und Aufnahmeprüfungen vorzubereiten. In den Spezialklassen für Tourismus möchten wir die Schüler mit den grundsätzlichen Fragen des Fremdenverkehrs bekannt machen, nebenbei erwerben sie auch eine Mittel-und Oberstufenprüfung in den Fremdsprachen. Die Schüler, die für das zusätzliche Studium noch ein Jahr im Gymnasium verbringen, können eine Abschlussprüfung in touristischen Fächern ablegen und damit eine Berufsausbildung machen.

Die Zukunft der Jugendlichen ist heutzutage ohne Fremdsprachen-und Computerkenntnisse unvorstellbar. Diesen Bereichen schenken wir besondere Aufmerksamkeit.

2005 feierte unsere Schule ihr 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass erhielt sie von der Selbstverwaltung des Komitats Veszprém als Insitutionsträger den Preis „Pro Comitatu” für ihre geleistete Arbeit.